Task 2 beim Schmittenpokal: Taktikpoker und schnelles Handeln im Pinzgau
- vor 4 Tagen
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Aktualisiert: vor 11 Stunden
Nachdem der Freitag sprichwörtlich komplett ins Wasser gefallen war, nutzten die Pilotinnen und Piloten die Zeit, um das touristische Angebot in Viehhofen auszutesten. Am Samstag sollte es dann aber endlich wieder in die Luft gehen. Der große Unsicherheitsfaktor war allerdings erneut das Wetter: Ein Frontsystem aus Westen war im Anmarsch, und die verschiedenen Modelle waren sich über das genaue Timing uneinig. Um kein Risiko einzugehen, war ein früher Start gefragt. Also ging es für die 150 Teilnehmer und Supporter mit dem zellamseeXpress zügig hinauf auf die Schmittenhöhe.
Schon auf dem Weg zum Startplatz analysierte das Task Komitee die Bedingungen genau. Das Ziel: eine defensive Zick-Zack-Route in den Oberpinzgau mit anschließender Querung ins Glemmtal.
„Wir haben gesehen, dass sich die ersten hohen Wolken aus dem Westen her in den Pinzgau geschoben haben. So war davon auszugehen, dass die Thermik eher spät einsetzen würde. Darum haben wir uns für einen eher kurzen Task ohne große Talquerungen entschieden.“ (Thomas Brandlehner, Task Komitee)
Ein Spektakel für die Zuschauer
Gegen 11:30 Uhr war es dann so weit: Über 100 bunte Gleitschirme machten sich auf der Schmittenhöhe bereit und boten den vielen Besuchern auf der Aussichtsplattform ein geniales Bild. Damit das Ganze auch für Nicht-Flieger greifbar wird, hat der veranstaltende Club Ikarus Pinzgau das Geschehen vor Ort direkt live moderiert.
Das kam richtig gut an, wie Media Managerin Anna Überegger erzählt: „Für die meisten Besucher ist das Wettkampffliegen völlig neu. Wir wollten sie einfach direkt ins Geschehen einbinden. Das Feedback war super und zeigt, wie viel Potenzial in unserem Sport steckt.“

Vom Vollgas-Start zum schnellen Rennabbruch
Um 12:30 Uhr öffnete sich die virtuelle Startlinie und das Feld setzte sich mit Vollgas in Bewegung Richtung Mittersill. In der Luft wurde es schnell anspruchsvoll. Punktuell starke Thermik forderte die Athleten und zeigte, dass die unruhigen Wettermodelle wohl recht behalten sollten.
Auf dem Weg zur dritten Wende und dem geplanten Sprung ins Glemmtal änderte sich die Lage rasant. Über Funk kamen die ersten Meldungen von Piloten über „Level 2 – Turbulenzen“, kurz darauf hieß es „Level 3 – Gefahr“. Das Organisationsteam fackelte nicht lange und brach das Rennen aus Sicherheitsgründen sofort ab.
„Wir stehen permanent in Kontakt mit den Piloten und haben ein eigenes Safety-Committee in der Luft. Diese melden uns die Flugbedingungen und können zwischen ‚normalen‘ Turbulenzen und gefährlichen Bedingungen unterscheiden. Hier war dann schnelles Handeln erforderlich, um die Sicherheit der Piloten zu gewährleisten.“ (Race Director Florian Hasenauer)
Wenn das Gurtzeug plötzlich zum Handgepäck wird
„Flug zum Zug“ war an diesem Tag das Motto für viele Piloten! Ein riesiges Danke an den TVB Viehhofen – dank dem Mobilitätsticket ging das Umsteigen von Thermik auf Schiene völlig stressfrei und kostenlos über die Bühne.
"Mit dem Abbruch ging die Arbeit für das Orga-Team erst richtig los. Da die Teilnehmer über das gesamte Salzachtal verstreut gelandet waren, musste der Rücktransport ins Headquarter nach Viehhofen koordiniert werden. Eine logistische Herausforderung, die aber reibungslos klappte." (Organisation Martin Horvath)
Dass die Entscheidung des Komitees absolut richtig war, bestätigte auch der Deutsche Daniel Tyrkas, der sich vor seinen Teamkollegen Johannes Baumgarten und Markus Anders den Tagessieg holte:
„Den Task zu stoppen war absolut richtig, auch wenn ich als Führender trocken und sicher ins Ziel geflogen wäre. Das Komitee muss aber für 130 Piloten planen und auch der Letzte muss sicher auf den Boden kommen.“
Entscheidung am Sonntag
Nach diesem turbulenten Tag ist vor dem großen Finale. Morgen geht es in den letzten Task im Pinzgau – und der wird dann endgültig über den Gesamtsieg beim Schmittenpokal 2026 entscheiden. Drückt die Daumen für fliegbare Bedingungen!

































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